Veranstaltungsdetailseite 2018-10-24T17:46:32+00:00

Wettbewerbslehrgang

baukulturelle, verfahrenstechnische und vergaberechtliche Grundlagen

Mit diesen 4 Modulen zum Wettbewerbslehrgang, fördert die Kammer der ZT:Innen Ihre Mitglieder!

Der Wettbewerb stellt einerseits eine traditionelle baukulturelle Umgangsform, andererseits eine in rascher Änderung befindliche Rechtsmaterie dar. Die Wettbewerbsakteure projizieren ihre berechtigten, aber gegenläufigen Erwartungen auf den Wettbewerb: Die AusloberInnen verlangen schnelle, kostengünstige und nachvollziehbare Verfahren; die ZiviltechnikerInnen streben nach aufwandsengen Verfahren mit interessanten Aufgaben, klaren Absichtserklärungen und angemessenen Preisgeldern; die Öffentlichkeit erwartet Teilhabe bei der Vorbereitung und Transparenz bei der Entscheidung von Wettbewerben.

Diesen Erwartungen kommen die hohe Formalisierung des öffentlichen Vergabewesens und die rasche Veränderung des Vergaberechts (jüngst das BVergG 2018) kaum entgegen. Nur mehr wenige Fachleute können den Gang der Dinge noch überschauen; zum Wettbewerb besteht für dessen Akteure stets ein hoher Informationsbedarf. ZiviltechnikerInnen brauchen, neben ihrer architektonischen Expertise, für die Tätigkeit als Verfahrensorganisatoren, Vorprüfer und vor allem als Preisrichter Zusatzkenntnisse, die nicht erst empirisch im Weg des Tuns erworben werden können. Außerordentliche kommunikative Fähigkeiten sind für die Preisrichtertätigkeit unerlässlich.

Der Wettbewerbsstandard Architektur 2010, der die Wettbewerbsordnung Architektur (WOA 2010), das Leistungsbild Architekturwettbewerb und den digitalen Preisgeldrechner beinhaltet, bildet den Kern des Wettbewerbsdenkens der Architektenschaft. Der WSA ist die Essenz aus mehr als 150 Jahren normativer Anstrengung zu lesen und beschreibt sowohl die Grundsätze des Architekturwettbewerbs als auch die beste Praxis seiner Durchführung. Die Ansätze dazu liegen im berufsständischen Bestreben von ArchitektInnen und IngenieurInnen, bei der Lösung (öffentlicher) Bauaufgaben mit-wirken zu wollen. Weil die WettbewerbsteilnehmerInnen auf eigenes Risiko und unter Einsatz bedeutender finanzieller Mittel mitwirken, verlangen sie als Äquivalent für ihren Vorleistungen faire Verfahren mit klar nachvollziehbarem Ausgang.

Zielgruppen
Die vier Module der Grundausbildung richten sich an alle Mitglieder der ZT-Kammer, die Interesse an der Teilnahme an Wettbewerben haben, insbesondere an ArchitektInnen und IngenieurInnen mit besonderem Interesse als VorprüferInnen, VerfahrensorganisatorInnen oder BeraterInnen von AusloberInnen tätig zu werden;
Öffentliche und private AusloberInnen können in den vier Modulen die wesentlichen Kenntnisse zur Wahl der passenden Verfahrensart, zum Zeit- und Geldaufwand von Wettbewerben und zu deren Einbettung in die Projektentwicklung erwerben.

ArchitektInnen und IngenieurInnen können mit der dokumentierten Vorkenntnis der vier Module (und vorbereitenden Einsätzen als ErsatzpreisrichterInnen) als KammerpreisrichterInnen entsandt werden.

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Art
5 Module
Dauer gesamt
20 Unterrichtseinheiten

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